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Gartenlaubkäfer

Gartenlaubkäfer

Schädlinge

(Phyllopertha horticola)

Die Käfer sind 8 bis 11 mm lang, der Halsschild ist metallisch grün bis schwarz glänzend. Die Flügeldeckel sind rotbraun und leicht behaart. Sein Entwicklungszyklus dauert lediglich ein Jahr. Die Käfer schlüpfen von Ende Mai bis Mitte Juni in der Nacht. Die Weibchen werden unmittelbar nach dem Erscheinen auf der Bodenoberfläche begattet, graben sich wieder ein und beginnen in derselben Nacht mit der Eiablage. Danach fliegen die Weibchen nahegelegene Futterpflanzen an. Der Flug findet tagsüber statt. Nach dem Reifungsfrass erfolgt eine zweite Eiablage. Die nach etwa drei Wochen aus den Eiern schlüpfenden Larven durchlaufen in ihrer Entwicklung drei Stadien. Das erste Larvenstadium ernährt sich von humosen Substanzen im Boden.

Das Zweite frisst bereits feine Haarwurzeln. Den eigentlichen Schaden verursachen die Larven des dritten Stadiums, die grössere Wurzeln von Rasen und Kulturpflanzen durchtrennen und so deren Wasserversorgung unterbrechen. Bis etwa Mitte Oktober bleiben die fressenden Larven unter der Grasnarbe, dann wandern sie zur Überwinterung in tiefere Bodenschichten. Im April verpuppen sie sich und schlüpfen im Mai als Käfer.

Der Gartenlaubkäfer entwickelt sich mit seinen Larven zunehmend zu einem wichtigen Rasenschädling. Pro­blematisch machen ihn sein nur einjähriger Zyklus und seine Eigenart, sofort nach dem Schlüpfen wieder Eier zu legen. Bisher wurde er vorwiegend auf Rasenflächen im alpinen Raum beobachtet.